Vielleicht ist es am Ende so, dass auch diese Trennung eine Chance darstellt? Dass auch hinter dieser Entäuschung etwas auf mich wartet, was viel eher mir entspricht? Vielleicht, dass ich jetzt allein bin und das definiere. Dass ich allein bin und diese Zeit ganz bewusst mit mir allein verbringe?
Ich werde mich in diese Situation hineinbegeben. Mir anschauen, was es ist, was sie in sich birgt. The Secret: Ich bin dankbar und unzufrieden. Dankbar dafür, dass ich soviel lernen durfte. Ich habe soviel über mich selbst gelernt. Wie unklar ich gewesen bin, wie sehr habe ich mich mehr und mehr dazu verleiten lassen, etwas zu leben, das ich nicht wollte. Man kann nicht über die Negativdefinition einer Beziehung in die nächste hinein gehen. Wir sollten uns immer fragen: WAS GENAU WOLLEN WIR DENN? Und nicht, was wir nicht wollen. Dabei kommt am Ende nichts raus.
Danke T, das habe ich von Dir gelernt. Du hast viele viele gute Dinge gesagt, Dinge die Du sehr gut verstanden, aber nicht gelebt hast. Darling, ich weiss, du wolltest nichts Schlechtes für mich, so wie du auch nichts Schlechtes für dich wolltest. Aber was wollten wir denn Gutes füreinander? Wir wussten es beide nicht. Beide sind wir noch in der Defintionsphase dessen.
Ich werde mich dieser Situation jetzt hingegeben, vollkommen hingeben. Ich werde nicht warten, ich werde einfach im Hier und Jetzt sein, in diesem einzig wahren Augenblick und dabei werde ich glücklich sein.
Darüben im Zimmer ist mein erkältetes Mädchen und spielt mit Lego. Ich habe ihr vorhin beim Frühstück den Unterschied zwischen der Microsoft- und der Applewelt erklärt.
Gestern abend haben wir stundenlang Srabble gespielt, danach haben wir nur noch herumgealbert und uns gegenseitig schlechte Witze erzählt.
Das Leben geht ja weiter, es birgt soviele Wunder, jeden Tag. Ich werde weitermachen, weiter tanzen, solange die Musik spielt.